Nachbargemeinden

Die Luthergemeinde gehört einem gemeinsamen Nachbarschaftsraum mit fünf Gemeinden an, der im Rahmen des Prozesses ekhn2030 gebildet wurde:

Ev. Luthergemeinde in Griesheim
Ev. Melanchtongemeinde in Griesheim
Paul-Gerhardt-Gemeinde in Darmstadt
Friedensgemeinde in Darmstadt
Johannesgemeinde in Darmstadt

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Veranstaltungshinweise

Kennlern-Tour durch den Nachbarschaftsraum am 13. September

UGO – Jugendgottesdienste in der Johannes- und Melanchtongemeinde

Kindergottesdienst-Tag am 2. November 2025

Informieren Sie sich gerne direkt auf den Webseiten der Nachbargemeinden:

Ev. Melanchtongemeinde
Friedensgemeinde
Paul-Gerhardt-Gemeinde
Johannesgemeinde

Prozess ekhn2030

Gemeindeversammlung im Zeichen von ekhn2030

Die Planung im Rahmen des Transformationsprozesses ekhn2030 schreitet weiter voran. Und so informierte der Kirchenvorstand der Luthergemeinde bei der Gemeindeversammlung im Mai 2025 über den aktuellen Stand.

Bereits seit einiger Zeit arbeiten die fünf Gemeinden des Nachbarschaftsraums auf verschiedenen Gebieten zusammen. Zentrale Fragen werden in einer Steuerungsgruppe erörtert. Weitere Gruppen beschäftigen sich beispielsweise mit Satzungsfragen oder der Gebäudeentwicklung. Auch das Verkündigungsteam aus Pfarrpersonen, Kirchenmusiker:innen und Gemeindepädagoginnen steht in regem Austausch und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit. Neben zahlreichen rechtlichen und organisatorischen Fragen entstehen bereits gemeinsame Projekte, die zeigen, welchen positiven Effekt die Zusammenarbeit im Nachbarschaftsraum haben können. Und mit jeder Veranstaltung steigt die Zahl der plötzlich bekannten Gesichter, es entsteht Verständnis für die anderen und es wachsen Ideen für die künftige Zusammenarbeit.

Info auf einen Blick

Die Rechtsform

Nach zahlreichen Informationsveranstaltungen und intensiver Beschäftigung mit Vor- und Nachteilen haben die Kirchenvorstände im Nachbarschaftsraum beschlossen, dass eine Satzung für eine Gesamtkirchengemeinde ausgearbeitet werden soll. In dieser Rechtsform bleiben die Ortkirchengemeinden rechtlich selbstständig. Gesteuert werden sie von einem gemeinsamen Kirchenvorstand, der unter anderem für Gebäude- und Personalfragen zuständig ist. Es gibt einen gemeinsamen Haushalt. Grundstücke bleiben im Besitz der jeweiligen Gemeinde. Die Satzung regelt, welche Themen nach wie vor in den einzelnen Ortskirchengemeinden bearbeitet werden. Bis zum Ende des Jahres werden die fünf Kirchenvorstände sich mit dem entsprechenden Satzungsentwurf auseinandersetzen.

Der Gebäudebedarfsplan

Wie es mit den Gebäuden der Kirchengemeinden weitergeht, wird bei Workshops im November erarbeitet. Vorab werden verschiedene Szenarien von der Kirchenverwaltung vorgestellt, welche Gebäude abgegeben werden könnten, um die vorgegebene Zielgröße zu erreichen. Denn mit über 1.500 m² Fläche hat der Nachbarschaftsraum gemessen an der Zahl der Gemeindemitglieder ca. 1.000 m² Fläche zu viel. Bezogen auf ekhn2030 bedeutet das vor allem, dass für Flächen, die über dem errechneten Bedarf liegen, kein Zuschuss für den Unterhalt gezahlt wird. Gibt es keine alternative Finanzierung, müssen diese Gebäude verkauft werden.

Die Gemeindebüros

Nach jetzigen Planungsstand wird es künftig noch zwei Gemeindebüros geben. Ein Haupt- und ein Nebenbüro. Ein Standort wird in Darmstadt, der andere in Griesheim sein. Welche Gebäude hierfür geeignet sind, wird gerade ermittelt. Durch die engere Zusammenarbeit wird es leichter, das Gemeindebüro auch im Urlaubs- oder Krankheitsfall offen zu halten und gemeindeübergreifend Aufgaben zeitnah erledigen zu können.

Ekhn2030 Update auf einen Blick

Gemeinden des Nachbarschaftsraums:

Friedensgemeinde Darmstadt, Johannesgemeinde Darmstadt, Luthergemeinde Griesheim, Melanchthongemeinde Griesheim, Paul-Gerhardt-Gemeinde Darmstadt

Geplante Rechtsform:

Gesamtkirchengemeinde: gemeinsamer Kirchenvorstand, gemeinsamer Haushalt, die bisherigen Ortskirchengemeinden bleiben rechtlich selbständig

Verkündigungsteam:

7 Pfarrpersonen, 2 Kirchenmusiker:innen, 3 Gemeindepädagoginnen. Sie erproben aktuell verschiedene Formen der Zusammenarbeit

Gebäudeentwicklungsplan:

Vor allem die Fläche der Gemeindehäuser muss um ca. 2/3 reduziert werden. Wie dies erreicht werden kann, wird derzeit erarbeitet

Gemeindebüro:

Nach jetzigen Planungsstand wird es künftig noch zwei Gemeindebüros geben. Ein Haupt- und ein Nebenbüro. Ein Standort wird in Darmstadt, der andere in Griesheim sein. Welche Gebäude hierfür geeignet sind, wird gerade ermittelt.

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EKHN 2030: Erläuterung und Überblick zum aktuellen Stand

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Kirchtürme (von links): Lutherkirche, Melanchtongemeinde (Glockenturm), Paul-Gerhardt-Kirche, Friedenskirche, Johanneskirche. Foto: Katja Reibstein (c)

Hinter dem Begriff EKHN 2030 steht die notwendige Transformation der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Immer weniger Kirchenmitglieder und immer weniger Hauptamtliche machen eine Veränderung notwendig, um mit weniger Geld und weniger Menschen weiterhin Gemeindearbeit möglich zu machen. Ein erster, für die Gemeinden sichtbarer Schritt, war die Bildung des Nachbarschaftsraums. Die Luthergemeinde bildet diesen Nachbarschaftsraum zusammen mit der Melanchthongemeinde in Griesheim sowie der Paul-Gerhardt-Gemeinde, der Friedensgemeinde und der Johannesgemeinde in Darmstadt. Schritt für Schritt entstehen nun neue Dinge und es werden weitere Veränderungen auf den Weg gebracht.

Das Verkündigungsteam

Seit Januar 2025 arbeiten Pfarrpersonen, Kirchenmusiker:innen und Gemeindepädagog:innen im Nachbarschaftsraum als ein gemeinsames Verkündigungsteam. Gemeinsam probieren sie aus, wie eine gute Arbeitsaufteilung aussehen kann, wer welche Schwerpunkte hat und wie die Zusammenarbeit konkret ausgestaltet wird. So lernen sich alle im Nachbarschaftsraum besser kennen und wachsen weiter zusammen.

Wie genau sich das in den einzelnen Gemeinden bemerkbar macht, wird sich im Laufe des Jahres zeigen: beispielsweise dadurch, dass eine Pfarrperson in mehreren Gemeinden Gottesdienst feiert oder dass bestimmte Angebote aus einzelnen Gemeinden stärker in den Nachbarschaftsraum getragen werden. So können alle Beteiligten sehen, was gut funktioniert, was angepasst werden muss, wo es neue Ideen braucht und welche Angebote nicht angenommen werden. Ein großer gemeinsamer Gottesdienst mit der Segnung des Verkündigungsteams wurde am 2. März 2025 in der Paul-Gerhardt-Kirche in Darmstadt gefeiert.

Die Rechtsform

Die gemeinsame Zusammenarbeit der verschiedenen Kirchengemeinden im Nachbarschaftsraum braucht einen rechtlichen Rahmen. Der Prozess EKHN 2030 sieht dabei drei unterschiedliche Weg vor. In den letzten Monaten haben sich die Kirchenvorstände in den einzelnen Gemeinden intensiv damit auseinandergesetzt, welche Rechtsform aus ihrer Sicht die beste ist, um weiterhin ein gutes und aktives Gemeindeleben zu gestalten. In einer gemeinsamen Sitzung aller Kirchenvorstände wurde ein Stimmungsbild aus den fünf Gremien zusammengetragen. Eine Mehrheit der Kirchenvorstände hat sich dafür ausgesprochen, die Idee einer sogenannten Gesamtkirchengemeinde weiter zu verfolgen. Hierzu wird in einem nächsten Schritt eine gemeinsame Satzung erarbeitet, die dann von allen Kirchenvorständen beschlossen werden muss.

Der Gebäudeplan

Ein wesentlicher Teil der geplanten Einsparungen betrifft die Gebäude im Nachbarschaftsraum. Hier müssen Flächen reduziert werden. Wie dies genau aussehen wird, ist aktuell noch nicht bekannt. In einem Schritt wurden alle Gebäude im Nachbarschaftsraum von einer Arbeitsgruppe besucht. Im Anschluss werden verschiedene Vorschläge vorgelegt, welche Gebäude künftig weiter genutzt werden können und dafür die entsprechenden Zuschüsse erhalten.  

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Dekanatssynode beschließt Nachbarschaftsräume

Die beiden Griesheimer evangelischen Gemeinden Luther und Melanchthon sowie drei Darmstädter Gemeinden arbeiten künftig enger zusammen.

Am vergangenen Freitag (31.03.2023) hat die Dekanatssynode die Bildung von zehn Nachbarschaftsräumen im Dekanatsgebiet beschlossen. Dieser Beschluss ist Teil des Veränderungsprozesses, der den Namen ekhn2030 trägt. Aufgrund rückläufiger Mitgliederzahlen muss sich die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) verändern. Die nun gebildeten Nachbarschaftsräume eröffnen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit und damit auch neue Chancen für kirchliche Angebote.

Die beiden evangelischen Griesheimer Gemeinden Luther und Melanchthon bilden nun mit den Darmstädter Gemeinden Paul-Gerhardt-, Johannes- und Friedensgemeinde einen dieser Nachbarschaftsräume. Es ist der einzige, in dem sich Gemeinden aus dem ehemaligen Dekanat Darmstadt Stadt und dem Dekanat Darmstadt Land zusammenschließen und damit ein Zeichen für das seit Januar 2022 bestehende Dekanat Darmstadt, Gemeinsam Kirche in Stadt und Land, setzen. Verbunden nicht nur durch die Straßenbahn, sondern auch durch Aktivitäten in der Vergangenheit sind diese Gemeinden gemeinsam groß genug, um auch mittelfristig einen funktionierenden Nachbarschaftsraum zu bilden.

„Wir freuen uns darauf, die anderen Gemeinden nun intensiver kennenzulernen und gemeinsam zu überlegen, wie wir künftig gemeinsam Kirche gestalten“, sagt Karl Schupp, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Ev. Luthergemeinde. „Denn auch wenn ekhn2030 ein Kürzungsprozess ist, so eröffnet er doch viele Gestaltungsspielräume. Und bei allen Veränderungen bedeutet das nicht, dass wir Dinge aufgeben müssen, die uns wichtig sind und die uns ausmachen.“

In den vergangenen Wochen haben Vertreterinnen und Vertreter der fünf Kirchengemeinden erste Gespräche geführt und gemeinsam in die Zukunft geschaut. Denn nun geht es darum, den neuen Nachbarschaftsraum mit Leben zu füllen, die Zusammenarbeit der Hauptamtlichen zu gestaltet und über die Nutzung von Gebäuden zu sprechen. All das geschieht nicht über Nacht, sondern soll in verschiedenen Stufen bis zum Jahr 2030 abgeschlossen sein, damit auch unter den veränderten Rahmenbedingungen Kirche vor Ort lebendig bleibt. „Meine Hoffnung ist, dass wir am Ende Gott von ganzem Herzen dankbar sind, dass wir auf diesem Weg herausfinden, was unsere Aufgabe ist und warum es uns gibt“, sagt Pfarrer Detlef Gallasch, Vorsitzender des Kirchenvorstands der Ev. Melanchthongemeinde. „Denn wir sind schon längst in die Gemeinschaft gestellt, die Jesus Christus gestiftet hat. Gemeindeübergreifende Kooperation spiegelt also eine geistliche Wirklichkeit wider, die wir getrost entdecken dürfen.“

ck