O ja, die d-Moll-Toscana!

Man kann es einer Maus nicht verdenken, dass sie bei manchen Worten ganz andere Assoziationen hat. Z.B. wenn sie bei dem großen ‚Klangspektrum‘ der Orgel eben ‚Klang-Speck-Turm‘ versteht und nur ans Fressen denkt.

Die Stühle auf der Empore waren nachmittags am 11. September bis auf den letzten Platz besetzt. Und die kleinen und großen Zuhörer staunten und lauschten gespannt, als Gudrun Wiediger ihnen und der neugierigen Maus Charly erklärte, wie die Töne bei einer Orgel entstehen, dass es Orgelpfeifen mit Zungen gibt und dass man Pfeifenfamilien Register nennt.

Orgelmaus (Anja Schupp) und Organistin (Gudrun Wiediger)

Singend beten – Taizé

Die Singwerkstatt der Luthergemeinde lädt ab 5. September wieder zu einem mehrwöchigen Projekt „Taizé-Gesänge“ ein. Jeweils montags um 19.30 Uhr treffen sich alle Interessierten im Gemeindehaus (Pfarrgasse 2) zum Singen.

Der besonders stimmungsvoll gestaltete Altarraum der Lutherkirche für die Taizé-Andacht

Die sich wiederholenden Gesänge der Gemeinschaft von Taizé bieten die Chance, sie schnell in einfacher Mehrstimmigkeit zu erlernen und mitzusingen. Bereits bekannte und einige neue Lieder stehen auf dem Programm. Die musikalische Mitgestaltung der Taizé-Andacht am Freitag, 7. Oktober um 19 Uhr in der Lutherkirche ist das Ziel dieses Projekts. Um Anmeldung zur Teilnahme bittet Kirchenmusikerin Wiediger unter Tel. 7957975 oder per Mail an kirchenmusik@luthergemeinde-griesheim.de.

Frère Roger, der 2005 gestorbene Gründer der Gemeinschaft von Taizé, beschrieb es so: „Nichts führt in innigere Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, als ein ruhiges gemeinsames Gebet, das seine höchste Entfaltung in anhaltenden Gesängen findet, die danach, wenn man wieder allein ist, in der Stille des Herzens weiterklingen“.

Singen für Frieden

Anlässlich des Krieges in der Ukraine hat der lettische Komponist Rihards Dubra (* 1964) am 4.3.2022 ein ukrainisches Vaterunser für vierstimmigen Chor komponiert. Der Cantamus-Chor hat diese Komposition im Frühjahr als Zeichen der Solidarität einstudiert und Mitte April im Gottesdienst live gesungen.

Leider gehen die Kriegshandlungen noch immer weiter. So hat sich der Chor entschlossen, dieses Vaterunser aufzunehmen, um es als einen musikalischen Beitrag zum Frieden einer größeren Hörerschaft zur Verfügung zu stellen.

Rihards Dubra, Otsche Nash, Cantamus-Chor

„O mein Gott, du meine Hoffnung“ – Gottesdienst mit barocken Psalmvertonungen

Im Gottesdienst am 17. Juli sollen in der Lutherkirche die Psalmen, also die poetischen (Lied-)Texte der hebräischen Bibel, ein starkes Gewicht erhalten. Zwei barocke Psalmvertonungen werden erklingen.

Neben dem kürzesten Psalm der Bibel (Ps. 117), dessen Worte Georg Philipp Telemann in jubelnde Tönen gefasst hat, die der Cantamus-Chor mit Streichern und Flöten aufführen wird, wird eine Solokantate von Benedetto Marcello zu Psalm 16 im Fokus stehen.

Während der Probe in der Lutherkirche.

Äußerst abwechslungsreich hat Marcello die kurzen Versabschnitte vertont: einer ruhigen Einleitung folgen resolute, rezitierende und rasante Takte, die schließlich in zuversichtlichem C-Dur enden. Dass Marcello neben seiner Komponistentätigkeit auch das Spiel auf dem Violoncello beherrschte und als anerkannter Gesangslehrer wirkte, ist seiner Komposition anzumerken.

Sabine Köbler (Alt), Karin Preis (Viola), Jürgen Köbler (Violoncello) und Gudrun Wiediger (Cembalo) musizieren die kurzweilige Solo-Kantate. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und wird von Pfarrerin Dr. Huppert geleitet.

Wellness für die Stimme

Was für eine Wohltat: sich in entspannter Atmosphäre unter fachkundiger Anleitung ganz der eigenen Stimme zu widmen. Dies konnten am Donnerstag, 7. Juli die Sängerinnen und Sänger des Gospelchores RiseUp! genießen.

Die Gesangspädagogin Alexandra Ziegler-Liebst bot dem Chor eine ausgiebige Stimmbildungsprobe, erklärte die Theorie hinter den Übungen und feilte am Klang. So einiges war nämlich in den vergangenen Monaten in Vergessenheit geraten oder schlicht eingerostet. Als am Ende der Probe mit kraftvollem Klang „Sing, praise and shout to the Lord“ gesungen wurde, staunten einige nicht schlecht, wie viel sich in so kurzer Zeit am Chorklang geändert hatte. Nun heißt es dranbleiben…

Lebendig, musikalisch, sonnig – Familiengottesdienst mit anschließendem Picknick

Mit großer Vorfreude und ein wenig Aufregung erwarteten am 3. Juli zwanzig Kinderchorkinder und ihre Familien, Freunde und Großeltern die Aufführung des Kindermusicals „Daniel in der Löwengrube“.

Spontan hatte Pfr. Rampelt dankenswerterweise die Leitung des Familiengottesdienstes für die erkrankte Pfrin. Dr. Ruth Huppert übernommen. Mit viel Applaus der Besucher wurde das großartige Engagement der 5- bis 12-jährigen Sänger und Schauspielerinnen belohnt. Manch ein Ohrwurm wird den einen oder anderen Zuhörer wohl in die neue Woche begleiten. Auch das Staunen über Daniels Treue zu Gott und die wunderbare Rettung in höchster Not können uns heute Mut und Zuversicht geben.

Bei herrlichem Wetter genossen die Familien das anschließende Picknick auf der Kirchwiese.